Unterrichten – Vermitteln – Begleiten – Lernen:

Die Schulzimmer sind leer.

Jetzt sind auf einmal alle Eltern mitten im Heimunterrichten / Homeschooling /Fernunterrichten drin. Hier möchte ich diese Eltern ermutigen, sich durch verschiedene Informationen selber eine Vertrauensbasis zu erschaffen, wie sie mit dieser neuen Situation umgehen können. Jeder wird für sich spüren, was „stimmig“ ist in diesem Feld, wo es eine grosse Meinungsfreiheit und somit viele verschiedenen Ansätze gibt.

Zitat von Gerald Hüther:

Es wäre also an der Zeit aufzuwachen und unsere Schulen in das umzuwandeln, was sie sein müssten: Werkstätten des Entdeckens und Gestaltens, Erfahrungsräume zur Entfaltung der in allen Kindern angelegten Potentiale, Begegnungsorte für das Voneinander -und Miteinander-Lernen, Basislager des Erlebens von gegenseitiger Achtung und Wertschätzung und des Gefühls, aneinander und miteinander
über sich hinauswachsen zu können.»
Gerald Hüther, Neurobiologe

     
Wie kann ich mein Kind unterstützen?

LERNBEGLEITER werden heisst begleite das KIND auf Augenhöhe


Das Kind kennt seinen Weg.
Lernbegleiter hab Vertrauen in das Kind.  
Interessiere dich für das Interesse des Kindes.

Das Kind fühlt sich gesehen.    
Stelle Bezug her vom Kind zum Thema. Sein Vorwissen ist wertvoll.

Beide kennen die Lösung noch nicht und forschen gemeinsam.
Listet alle Fragen auf, die das Kind interessieren.    
Ihr Lernbegleitende kennt die Vorgaben des Staates (siehe weiterer Blog)/der Gesellschaft und hält diese im Auge, bis es das Kind selber kann (individuell).  

Das Kind ist gewohnt, alles was es braucht, um zum Ziel zu gelangen, sofort zu konsumieren (gesellschaftlich bedingt).
Halte aus, wenn das Kind nicht weiter weiss oder emotional auf Unsicherheit reagiert

Jetzt in diesem ungewohnten Moment lernt es gerade eigene Wege zu finden.  
Vertraue ihm!
Sei einfach da!

Eigens erschaffene Lernerfolge werden somit möglich.  

Aus dem Lehrplan21, S.24

Entwicklungs- und Lernprozesse hängen von den individuellen Voraussetzungen des Kindes und von den Anregungen und der Unterstützung ab, welche das Kind erfährt. Beim Eintritt in den 1. Zyklus unterscheiden sich die Kinder bezogen auf ihr Wissen, ihr Können, ihre Bereitschaften, Haltungen und Einstellungen wie auch auf ihren individuellen Entwicklungsstand und ihre sprachlichen Voraussetzungen in hohem Masse. Ausgehend von dieser Heterogenität besteht das Ziel darin, die Entwicklung und das Lernen aller Kinder anzuregen und zu fördern. Alle Kinder sollen ihr Potenzial bestmöglich entfalten können.