AMM: Seit meinem ganzen Leben befasse ich mich mit dem Thema Lernen, seit jeher konnte ich Türen öffnen und leichte Wege aufzeichnen, wie Lernen auch Freude macht und das Gelernte auch zum weiteren Gebrauch genutzt werden kann.
Als ich zufälligerweise vor 2 Jahren auf ein Video stiess über dieses Thema, freute ich mich sehr über diesen Inhalt, der es zeimlich trefflich auf den Punkt brachte. Ich schrieb sogleich alles auf, was in mir Anklang fand. Gerne gebe ich es hier weiter:
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Zum Schulunterricht:
Kinder haben das eigenständige Denken verlernt. Sie lernen auf „Anweisung“ und dann, wenn sie bewertet werden. Dadurch geht das Fundament der selbstwirksamen Gesellschaft verloren. Eine nachhaltige Entwicklung kann nur mit eigenständig denkenden und fühlenden Wesen gelingen.
Volksschule: Die Kinder werden krank oder schwänzen die Schule.

Das Problem ist die Schule, wie sie zurzeit geführt wird. Oft wird an den Kindern gezogen und geschliffen, weil sie vermeintlich ein Problem haben mit der Schule. Kinder wollen jedoch von Natur aus lernen, sie sind begeisterungsfähig. Kinder gehen von Natur aus gerne in Schulen. Schulen vermitteln ein gutes Lebensgefühl, wenn es für die Kinder stimmig eingerichtet ist.
Kinder leisten im anderen Fall Widerstand. Die Struktur der Volksschule hatte eine Berechtigung früher. Gleiche Bildung für jeden war damals wichtig. Bildung hatte zum Ziel die Wirtschaft anzukurbeln. Und heute?…
Die Gesellschaft mit ihren Bedürfnissen und Wünschen hat sich weiter entwickelt. Flexibilität, lösungsorientiertes Zusammenwirken ist heute sehr wichtig geworden. Konkurrenz hat ausgedient.
In der Volksschule jedoch steht die Zeit still: Alle müssen zum gleichen Zeitpunkt mit der gleichen Methode das gleiche lernen. Jeder steht da noch im Vergleich und Wettbewerb, im Einzelkampf, besser, schneller, mehr zu sein,… Das ist nicht mehr zeitgemäss, denn es bringt uns alle an den Rand von Ausbeutung und Zerstörung, wie wir alle es beobachten können….
Es gibt einige (Privat)schulen, die neue Wege gehen, wo frei gelernt werden kann. Sie stossen jedoch meist an wirtschaftliche, finanzielle Grenzen. Nur „reiche“ Familien können sich das leisten. Freie Bildung ist also nur für die Menschen, die Geld haben, zugänglich (Chancengleichheit spielt hier noch nicht).
Es ist ein Grund/Geburtsrecht des Menschen, eine Bildung zu erhalten, die dem Menschen entspricht. Die Widerstände innerhalb der Schulstruktur sind einfach natürlich, jetzt.
Was brauchen wir heute? Wie sehen Strukturen aus, die auf die Kinder eingehen? Wie können wir den Kindern gerecht werden und die Lehrpläne dazu gebrachen, ihnen Mittel zur Verfügung zu stellen, damit sie sich gut entwickeln können hinein in die Gesellschaft, in welcher sie ihren Beitrag leisten werden?

Begeisterung der Kinder braucht kein künstliches Umfeld.
Die Kinder haben eigene gute, neue Ideen und es wäre ein grosser Wunsch von mir, wenn sich die Menschen in den Bildungssystemen mit den Kindern zusammenfügen würden, um gemeinsam neue Wege zu entwickeln.
Alle merken, dass die Zeit anders geworden ist. Zusammenarbeit wäre die zeitgemässe Chance.
Es könnte verschiedene Aus-Wege geben aus dieser Situation: entweder baut die neue Energie etwas selber neu auf, oder das Alte kommt auf das Neue zu und es entsteht ein gemeinsamer Weg.
Was tun Eltern, wenn die Kinder nicht mehr in die Schule gehen könnten? Was ist die Schule für die Eltern? Was sollen die Kinder in den Schulen entwickeln und lernen dürfen? Wie sollen sie die Zeit, in welchen die Eltern nicht auf die Kinder aufpassen können, dort verbringen?
Bestimmt ist es der Wunsch aller Eltern, dass ihre Kinder dort mit Freude hingehen. Dass sie sich dort wohl fühlen, denn sie verbringen ja mehr Zeit in der Schule als anderswo. Und dass sie sich bilden können, damit sie später mit Selbstvertrauen ihren Weg gehen können.
Begeisterung und Freude sind erwiesenermassen und wissenschaftlich hinterlegt die Motoren des Lernens. Druck und Angst hemmen das Lernen….
Begeisterung kann dann nach Hause getragen werden und Eltern anstecken. Die Eltern lernen mit, arbeiten auch an sich, öffnen sich für das Interesse des Kindes und somit für ein neues Weltbild. Es ist Zeit, loslassen zu lernen von alten Strukturen und Glaubenssätzen als Eltern, als Lernbegleiter, … wir wissen alle nicht, wie es sein sollte, JETZT! Es ist nicht mehr wie früher.
Neue Schulen haben keine Lehrer mehr. Sondern es sind Begleitpersonen. Die Vorstellung was ein Lehrer ist, wurde von früheren Generationen geprägt.
Lernbegleiter von heute haben beides, Lehrer und Schüler in sich. Auch die Eltern… sie bilden zusammen ein Schulnetz. Sich die Hand geben im Prozess. Miteinander gehen.
Frei Lernen löst Angst aus, weil wir das Vertrauen in das Kind verloren haben
Es geht jetzt nicht darum, zu sagen, wer an was Schuld ist.
Es gibt genug Anzeichen, wo ein anderer Weg durchgehen könnte. Es braucht Mut, etwas zu ändern und neue Systeme auszuprobieren. Wir haben noch keine Erfahrung und werden aus den Fehlern lernen.
Ein Fehler-Risiko ist immer dabei. Wir können nur aus neuen Erfahrungen lernen. Kann es schlimmer noch werden (mit den Berichten aus den Medien, wie viele Suizide es in Schweizer Schulen gibt, wie viele Kinder krank sind, Therapien brauchen,… zeigt uns ja auch einiges auf!)?
Das Herz stimmt dem „richtigen“ Weg, – der in die Richtung nach Entwicklung und Entfaltung geht -, zu. Wir haben das, was es dazu braucht. Das kann umgesetzt werden, wo mein Herz sagt, das ist die richtige Umsetzung. Mutig diese neuen Wege gehen wird eine Änderung herbeiführen! Die „Wenn“ und „Aber“, die „Nein, denn“, können einmal weggelassen werden…. Einfach tun. Mir selber Mut machen, ich kann das tun. Anderen Mut machen, welche auch eine klare Vision vor Augen haben. Sie gemeinsam umsetzen. Wir finden vieles selbst heraus, wenn wir es umsetzen. Ohne zu viele Vorstellungen/ fixe Pläne. Ohne zu viele Ängste.
Das Argumentieren, was alles hinderlich sein könnte, hemmt das Tun.
Die Freude ist der Motor, nicht die Zweifel, ob es gut wird.
Jede Veränderung ist ein Risiko. Wir haben viele Ideen, etwas zu vermeiden. / Probleme zu verhindern…. Darauf sind wir Menschen ausgerichtet…
Vision umsetzen!!
Welche Veränderungen braucht das System jetzt?
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Mir ist dieser Text in die Hände gekommen, er ist jetzt fast 2 Jahre alt. Und die Antworten kommen jetzt mit Corona herein! 🙂 Überall spriessen Ideen, Visionen, es gibt neue Träume und Räume zur Entwicklung neuer Potentiale. Ich kann nur sagen: für mich fühlt es sich sehr stimmig an, was jetzt für uns Menschen in diesem Bereich geschieht. Die Bildung wird neu erlebt und sie kann sich entspannen.
Für alle Eltern, welche in dieser neuen Situation auch nach Unterstützung suchen, die Mut brauchen, diese „verordneten“ neuen Wege zu gehen, gibt es Austauschmöglichkeiten, viele Bücher und Videos.
Sei auch mutig. Wir laden Dich ein, Teil dieser neuen Möglichkeiten zu sein, die sich jetzt für uns alle erschiessen.
Mit folgendem Link bist Du wöchentlich
jeden Mittwoch 19 – 20h
im Austausch- und Arbeitstreffen dabei zum Thema:
Das Würde-in-der-Bildungsteam freut sich auf Dich! www.wuerde-in-der-bildung.ch
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